Pieniny Nationalpark

Der Nationalpark ist einer der kleinsten aber auch der älteste in Polen. Eigentlich sind es zwei Parks. Der slowakische Park liegt östlich in den Kleinen Pieninen. Die Parks wurden in den 30-ger Jahren als erster transnationale Naturpark gegründet. Auf der polnischen Seite umfasst der Pieniński Park Narodowy das schützenswerte Gebiet der Mittleren „eigentlichen“ Pieninen und die Grünen Felsen in den Pieniny Spiskie (Zipser). Mit nur 23km² (2346 ha, Stand 2003) ist der Park zehn mal kleiner als der Harzer NP zum Vergleich.

Zuerst wollte ich es nicht. Aber es ist mir ein Anliegen, einen halbwegs verständlichen Text zum Thema beizutragen. Durch automatische Übersetzung wurde dieser Text über den NP veröffentlicht:

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Solche Inhalte sind zum Schmunzeln, aber ich möche darauf keine links setzen.
Ein Satz in eigener Sache. Falls Ihr Euch über identische Textpassagen auf den verlinkten wiki-Seiten wundert: ich bin der Coauthor dieser wiki Seiten.

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Der Dunajecdurchbruch teilt die Pieniny in Spiskie, Mittlere und Kleine (Małe Pieniny). Durch den Bau des Staudamms bei Czorsztyn ist der westliche Canyon überflutet. Der Durchbruch im Osten ist die touristische Attraktion im Nationalpark. Sowohl der Blick von oben in die 350 Meter tiefe Schlucht wie auch die Ansicht vom Fluss auf die Felsen ist einmalig. Der 12km lange Uferweg vom Červený Kláštor nach Szczawnica ist flach und kann mit dem Rad befahren werden.

Floßfahrt

Die Hauptattraktion sind aber die Floßfahrten durch den Canyon. Sie beginnen in Sromowce/Kąty und enden in Szczawnica oder Krościenko. Die Fahrt dauert zwei bis drei Stunden und kostet 63zł (ca. 15€, Stand 2020). Saison ist April bis Oktober.

Berggipfel

Die Pieninen sind Namensgeber für den Pieninen-Felsengürtel, einer 600 km langen, meist unterirdischen Kalkfelsenschicht aus dem Erdzeitalter des Jura, der sich in einem Bogen von der Slowakei nördlich von Bratislava bis in die Ukraine und nach Rumänien erstreckt. In den Mittleren Pieninen kommt diese geologische Schicht an die Oberfläche und bildet das charakteristische Panorama dieser zerklüfteten Berge. Die bekanntesten Gipfel sind die Drei Kronen und Sokolica. In der Hochsaison ist der Andrang an den Gipfelplatformen gross. Die saisonalen Gebühren (ca. 1,30€) sind eher symbolisch und ändern nichts an den Warteschlagen. Jeder will Fotos machen.

Panorama vom Gipfel der Drei Kronen

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Das Rote Kloster – Cervený Kláštor

Es gibt eine sehr schöne Panorama Seite mit einem virtueller Rundblick vom Gipfel der Drei Kronen. Er beginnt mit dem Ausblick nach Süden. Man sieht den Grenzfluss Dunajec und schaut auf die Ortschaft Sromowce Niżne. Am linken, östlichen Flußufer sieht man das Rote Kloster Cervený Kláštor, das auf der slowakischen Seite liegt. Im Hintergrund das kleinste Hochgebirge in Europa, die Hohe Tatra. Dann schwenkt die Kamera nach Westen und man kann den aufgestauten Fluss bei Niedzica erkennen. Wer mag, kann durch anklicken der Pfeile eine Wanderung mitmachen. Oder zu den anderen Sehenswürdingkeiten verzweigen.

Der Sokolica Felsen

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Der Sokolica Felsen von Uferweg gesehen

Der 747m hohe Felsen bietet eine atemberaubende Aussicht auf den Dunajecdurchbruch. Der Name Falkenberg stammt von den Greifvögeln, die früher in der Felswand nisteten. Ein Wanderweg, der „Falkenpfad“ zweigt vom Kammweg dorthin. Fotogen ist besonders die Kiefer, die am Abgrund wächst. Bis zum Astbruch war Sokolica Kiefer der meist fotografierte Baum Polens.

Der Astbruch

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Die meistfotografierte Kiefer Polens vor und nach dem Astbruch

Am 06.Sept.2018 verunfallte am Sokolica Gipfel eine junge Frau. Zum Rettungseinsatz wurde auch ein Hubschrauber gerufen, der zwei mal über der Unfallstelle kreiste aber nicht zum Einsatz kam. Durch den verursachten Luftabtrieb wurde der obere Ast der berühmten, über 500 Jahre alten Sokolica Kiefer abgerissen.

Wysokie Skałki

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Der höchsten Berg in den Pieninen liegt ausgerechnet in den Kleinen Pieninen. Nicht so spektakulär und daher nicht so überlaufen wie die Drei Kronen oder die Sokolica haben die etwas über 1000m „Hohen Felsen“ oder Wysoka auch eine Plattform. Vom Gipfel schaut man gebührenfrei in nördliche Richtung nach Polen auf die Beskidy. Und nach Süden sieht die man in den slowakischen Nationalpark.

Wanderwege

Im Nationalpark gibt es viele Wanderwege. Aus meiner Sicht sind diese zwei die wichtigsten:

Ferner gibt es die gelb markierten Wege vom oder zum Kammweg. Im Norden führt der gelber Weg nach Krościenko. Im Süden zur Drei-Kronen-Hütte und nach Sromowice Niżne. Die grün markierten Wege ergänzen das Wegenetz. Die Karte zeigt den Falkenpfad die anderen Wanderwege.

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Was ist wo zu sehen am blauen Kammweg? Wir starten am (i) Eingang zum NP in Czorsztyn. Dort ist ein Informationspavillon. Von der Hala Majerz (Majerzalm) hat man einen guten Rundumblick, in der Almhütte kann man frische Schaffsprodukte kaufen. Dann queren wir die Straße, die nach Sromowce führt.

Nach 30min, beim Macelakgipfel, treffen wir auf den roten E3/EB. Nach einer weiteren 1/2h, am Pass Szopka, kreuzen wir die gelben Verbindungswege und gehen weiter zum Drei-Kronen Gipfel, machen dann eine Schleife über die Ruinen der Pieninen Burg. Am Ende der Schleife treffen wir wieder auf den gelben Weg, der uns nach Kroscienko bringen würde. Nach 15min auf den blauen Abzweig Richtung Sokolica/Szczawnica achten. Jetzt sind wir auf dem Falkenpfad. Nach dem Besuch der Sokolica steigen wir ab zum Flussufer. Die Fähre unten am Dunajec bringt uns auf die andere Seite. Sie verkehrt vom Mai bis Oktober. Am anderen Ufer führt der Radweg nach Szczawnica.

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Unser Weg

In drei Etappen werden wir die Pieniny überqueren. Ich habe den Weg auf der Karte lila markiert. Auf unserer zweiten Etappe wandern wir nach Niedzca über die Zipser Pieninen.

Dann folgt die Überquerung der Eigentlichen Pieninen durch den Nationalpark. Wir werden nicht der E3/EB Wegführung folgen, weil sie über die Straße und den Ort Sromowce führt. Erst dort biegt der EB in Richtung Kammweg zum Nationalpark ab. Ich plane, bereits in Czorsztyn den NP zu betreten und über den blau markierten Kammweg und den Falkenpfad zum Sokolicafelsen zu wandern. Dann steigen wir ab zum Dunajec und machen eine Floßfahrt. Allerdings mit der Fähre. Das Ziel ist die Orlica-Hütte oder Szczawnica. Es steht noch nicht fest, wo wir übernachten werden.
Die E3/EB Wegführung ist für mich nur ein Plan B, falls das Wetter schlecht sein sollte. Dann steigen wir vom Kammweg auf dem gelben Pfad nach Sromowce Niżne ab, wechseln die Flußseite und nehmen den Uferweg. Bei schlechtem Wetter werden nicht viele Radfahrer unterwegs sein.

Am nächsten Tag werden wir weiter wandern am Kammweg an der slowakischen Grenze in den Kleinen Pieninen und über Wysokie Skałki  nach Piwniczna Zdrój am Poprad.

So ist der Plan. Hier noch eine 1:50000 Karte beider NP (zum download):

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