Magura Nationalpark

Der Park liegt im Zentrum der Niederen Beskiden im Süden Polens und grenzt an die Slowakei. Er ist ungefähr so groß wie der Harzer NP. Dort war ich schon zweimal, weiß aber nicht viel über den Harz. In der abgelegenen Magura war ich noch nie und weiß absolut nichts darüber. Im Sommer wollen wir dort durchwandern. Das ist Motivation genug, um die Wissenslücke zu schließen. Was erwartet uns dort? Wie sind die Wanderwege? Wo kann man übernachten?

Auf unserem Wanderplan stehen drei Etappenziele: Bartne, Kąty und Barwinek. Es sind kleine Dörfer mit wenig touristischer Infrastruktur. Dieses Wenige will ich herausfinden. Und eventuell den Plan ändern. Das deckt sich mit den Empfehlungen von Martin Simon.

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Der NP liegt im Karpatenvorland, ein kleiner Teil in der Krakauer Woiwodschaft Kleinpolen

Kleine Dörfer

Ja, es sind sehr kleine Dörfer. Das Dorf Bartne, unser erstes Ziel hat nur 200 Einwohner, die ganze Gemeinde Sękowa (in Kleinpolen), zu der Bartne und andere 10 Dörfer zählen, kommt auf wenige als 5000 Einwohner.

Die Verwaltung des Parks liegt in Dorf Krempna, mitten im Park. Dort leben immerhin ca. 500 Personen. Die Gegend ist dünn besiedelt, nur 9 Pers./km². Zum Vergleich: der Harz hat mehr als 100 Pers./km².

Noch zwei Zahlen: das langgezogene Straßendorf Kąty an der Wisłoka gelegen hat 1021 Eiwohner, während Barwinek an der Grenze zur Slowakei nur 266 Seelen zählt.

Natur

Dafür gibt es viel Natur. Der Großteil des Parks ist bewaldet. Uns erwartet ein Urwald, in dem noch Braunbär, Luchs und Wölfe leben. Wahrscheinlich werden wir denen nicht begegnen. Schon eher dem Schreiadler, dem Symbol des Nationalparks. Der Clip zeigt eine urtümliche Landschaft:

Der Park ist dicht bewaldet. Auf den Höhen dominieren Karpatenbuchen, in niederen Regionen auch Eichen, Hainbuchen und Sumpferlen. Entwässert wird das Gebiet durch die Wisłoka, einem 164 km langen Nebenfluss der Weichsel.

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Wandern

Es gibt 160km Wanderwege im und um den Park. Sie sind gut beschildert. Der Beskidenhauptweg (GSB) und die E3/EB queren den Park über die Magura Gipfel. Hinter Kąty verlaufen die Wege östlich des Parks über die Dukla Beskiden nach Süden bis zur slowakischen Grenze. Hier die Wegabschnitte:

Wołowiec – Bartne Hütte 1h 30’ (entlang der Parkgranze)
Bartne Hütte – Magura Wątkowska  1 h
M. Wątkowska – Świerzowa 1h 15’
Świerzowa – Kolanin 2 h
Kolanin – Hałbów 1h 45’ (Straße, gelber Weg zweigt ab nach Krempna)
Hałbów – Kamień  30’ (grüner Weg zweigt ab nach Krempna)
Kamień – Kąty 1h 30’ (vor Kąty verläßt man den NP)
Kąty – Chyrowa 4h

Magura-Wanderwege

Eine Alternative zum Gipfelweg ist der gelbe Wanderweg, der von Bartne Dorf kommt und nach Krempna führt. In Gegensatz zur roten Strecke verläuft dieser Weg im Tal über die Orschaft Świątkowa Wielka und Kotań. Hinter Kotań kreuzt der Weg die rote Route (Hałbów Pass), so dass man beide Wege z.B. nach Kąty kombinieren kann. Bei Regen oder Nebel sollte man die gelbe Strecke vorziehen. Die Teilstrecken:

Bartne – Majdan Pass (roter Pfad kreuzt) 45’
Majdan Pass – Świątkowa Wielka 2 h 15’
Świątkowa Wielka – Kotań 1 h 30’
Kotań – Hałbów (Strasse/roter Pfad) 45’
Hałbów – Krempna 1 h

Zwei weitere Wege will ich noch beschreiben. Details findet man unter magurskipn.pl (en).

Einen Teil des grünen Weges von Kąty über Krempna nach Ożenna.

Kąty – Kamień 2 h (grün und rot gemeinsam)
Kamień – Krempna 1h 15’
Krempna – Wysokie 2h
Wysokie – Ożenna 1h

Und den blauen Grenzweg von Ożenna nach Barwinek.

Ożenna – Przełęcz Mazgalica 3h 45’
Przełęcz Mazgalica – Baranie 1h 15’
Baranie – Barwinek 2h 30’

Unterkunft

Auf der polnischen Seite des NP findet man Listen von Gastgebern in den jeweiligen Gemeinden. Meist sind es Zimmer in Bauernhöfen (Gospodarstwo agroturystyczne), die auch für eine Nacht vermietet werden. Man sollte vorher nachfragen. Wir haben damit gute Erfahrungen gemacht.

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Agroturistika: Unterkunft mit Verpfegung – „der Nachtisch kommt noch“

unsere Etappen durch den NP

siehe Planung – wir sind drei Tage im Park:

  • von Wysowa Zdrój zur Bartne Hütte auf dem roten Hauptweg
  • dann Planänderung: von Bartne gehen wir nach Krempna statt nach Kąty, Abzeig am Hałbów Pass bei km 16. Das hat zwei Vorteile. Erstens wir bleiben im Nationalpark. Und Zweitens gibt es in Kempna mehr Unterkunfte.
  • von Krempna werden wir über Polany nach Barwinek laufen

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